News
15.08.2008
BUSINESS IN SÜDAFRIKA - "Was zählt, sind graue Schläfen"
Unternehmen, die in Südafrika erfolgreich Fuß fassen wollen, müssen die Eigenheiten des Landes kennen. Mit Jörgen Vogt, dem Geschäftsführer des Hamburger Familienunternehmens FahnenFleck, sprach manager-magazin.de über schwarze Heißsporne, gute Verbindungen und die Segnungen des Alters.
mm.de: Seit wann sind Sie in Südafrika aktiv?
Vogt: Mit der Unternehmensgründung in Kapstadt seit zwei Jahren. Auf dem afrikanischen Kontinent ist FahnenFleck schon seit Anfang der 60er Jahre tätig. Wir sind auch im Kongo und Nordafrika aktiv, in Angola versuchen wir wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Die umliegenden Länder von Südafrika, insbesondere die SACU-Staaten wie etwa Namibia oder Mosambik werden von Südafrika aus bearbeitet.
mm.de: Haben Sie in Südafrika auch eine Produktion oder nur einen Vertrieb?
Vogt: Bis jetzt gibt es nur den Vertrieb. Wir werden eine Produktion aufbauen, wenn wir ein Umsatzvolumen erreicht haben, welches das Risiko einer Produktion überschaubar werden lässt.
mm.de: Wo genau hat die Geschäftstätigkeit in Afrika ihren Anfang genommen?
Vogt: Tunesien, Liberia und Angola waren am Anfang die Hauptexportländer. Da hat FahnenFleck bei der Formierung der Staaten unter neuer Flagge komplette Länder mit Staatssymbolen ausgestattet und containerweise Ware verschifft.
mm.de: Warum werden Sie gerade jetzt in Südafrika aktiv?
Vogt: Bisher bestand unser Afrika-Geschäft vor allem aus Projekten mit den Regierungen. In Liberia haben wir die Regierung Tubman über zehn Jahre komplett ausgestattet, in Libyen die Sport-Eliteeinheit von Ghaddafi und verschiedene Sportvereine eingekleidet. Das war aber nie nachhaltig. In Südafrika hat sich unterdessen eine florierende Privatwirtschaft entwickelt, die wir mit Werbemitteln beliefern können.
mm.de: Ist das eine Folge des anhaltenden Wirtschaftswachstums?
Vogt: Aus dem Wirtschaftswachstum resultiert ein erstarkter schwarzer Mittelstand, der als Käuferschicht immer interessanter wird. Viele mittelständische Unternehmen überlegen sich unterdessen, wie sie ihre Produkte bewerben. Dadurch steigt das Interesse an Werbemitteln aus unserem Haus. Der Markt wird trotz der aktuellen Schwierigkeiten immer interessanter.
-> weiter auf den Seiten von Manager Magazin
